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Die Zeit danach.

Heute ist Karfreitag. 3 Wochen später. Wie erlebte ich die Fastenzeit nach meiner Fastenwoche? Als gläubiger Christ versuche ich jedes Jahr die Fastenzeit zu nützen um auf etwas zu verzichten, das mir schwer fällt. Sich bei Lebensmitteln zurückzuhalten, fiel mir in diesem Jahr viel, viel leichter. Damit meine ich nicht Dinge, die ich so oder so nicht brauche oder schätze. Auch in anderen Situationen fällt mir auf, dass es immer wieder "ohne" geht. Alleine Spazieren gehen ging bei mir bis zur Fastenwoche immer nur mit Musik im Ohr. Heute nütze ich die Stunde um über Vergangenes oder Zukünftiges nachzudenken oder einfach den Tag noch einmal "nachspüren".

4. Entlastungstag

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Sonntag = 4. Entlastungstag Sonntag bedeutet bei uns Bäckerfrühstück mit herkömmlichem Gebäck und Handsemmeln. Es treibt mir nicht die Tränen in die Augen und ich hatte ja schon um 7.30 mein Power-Frühstück, aber schmecken tut's mir schon - das Semmerl.  Mittags entsafte ich eine halbe Ananas, 3 Karotten und 1 Orange. Diesen Vitamincocktail mögen alle. Und Nachmittags ist dann Zeit für ein paar Gedanken über die Fastenwoche. Beginnen wir doch mit dem Stift St. Georgen : Das Kloster, das auch als Bildungshaus fungiert, war intuitiv die richtige Wahl für mein Vorhaben. Das Haus ist exzellent geführt und man hat nicht nur das Gefühl, dass man willkommen ist, sondern auch, dass alles getan wird damit man sich rund um wohl fühlt. Unaufdringlich kompetent. Die Zimmer sind schlicht, aber geschmackvoll eingerichtet. Die Klosterarchitektur spricht für sich selbst und benötigt keine grosse Dekoration. In den neu renovierten Zirbenholzzimmern schläft es sich ganz besonders gut und mein...

Das Seminar.

Das Seminar selbst: Fastenwoche für Gesunde mit Yoga Genau das Richtige für Fastenanfänger. Ich wusste nichts. Wie wenig ich über Fasten wusste wurde mir ja erst vor Ort und während der Woche klar. Ohne Leitung und die Mitfastenden hätte ich es nicht geschafft.

3. Entlastungstag

Samstag = 3.Entlastungstag = 1.Tag zu Hause Ich wache zum ersten Mal (in meinem Leben?) entspannt um 6.15 Uhr auf und gehe mit dem Hund in den Garten. Ein gesundes Frühstück wäre schön. Also mache ich mich an die Arbeit und versuche mit den vorhandenen Lebensmitteln ein sogenanntes Power-Frühstück zu zaubern. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und schmeckt nicht nur sensationell, es hält mich auch bis 13h satt. Mittags gibt es Apfel-Sellerie Saft. Die Familie ist jetzt schon nicht mehr so begeistert. Zum Glück schneide ich den Kärntner Dinkel-Nuß Reindling an, den ich als Souvenir mitgebracht hatte. Abends gibt es Kamut Nudeln mit Zucchini und Karotten.

2. Entlastungstag

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Freitag = 2. Entlastungstag = Abreisetag 10 kleine Negerlein ... Gestern waren wir noch 12, heute morgen beim ersten Frühstück noch 9 das Mittagessen genoss dann nur mehr der harte Kern von 5 Kärntnern. Ich verabschiedete mich nach dem 2.Frühstück und fuhr gestärkt Richtung Wien wo mich meine Familie schon erwartete. "Gspitzt siehst Du aus ..." - ein grösseres Kompliment hätte man mir nach dieser Woche nicht machen können.

Fastenbrechen

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Fastenbrechen = 1. Entlastungstag Heute Morgen trafen sich alle noch wie gewohnt zum Morgentee. Die, die weiterfasten wollten verabschiedeten sich. Wir Anderen freuten uns schon unglaublich auf 10 Uhr. Das Highlight der Woche: Das Fastenbrechen. Ein festlich geschmückter Tisch erwartete uns. Es war fast unheimlich, wie gut die erste feste Speise schmeckte. Der Genuss, nach fünf Tagen wieder "abzubeissen" lässt einen spühren wie achtlos wir mit unseren Nahrungsmitteln umgehen. Schon  wieder ein weiterer Gewinn an Einsicht in dieser Woche. Mittags ein ähnliches Bild bei der Kartoffel Karotten Suppe. Es gibt kleine Kartoffel und Karottenstückchen in der Suppe! Ich freue mich so sehr, dass ich gleich 3 Teller verdrücker. Fehler! Mein eben gewonnener, komplett flacher Bauch ist dahin. Sofort mach ich mich auf den Weg und gehe eineindhalb Stunden spazieren. Im Zimmer retour angekommen. Der Bauch ist immer noch da! Hatte ich nicht erst heute von unserer Fastenleiterin geh...

5.Fastentag

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Mittwoch . Der letzte von fünf Fastentagen. Etwas wehmütig beginne ich meinen Tag. Das war es jetzt also? So sieht Askese aus? Und ganz plötzlich während der Morgenroutine sehe ich eindeutige Bilder vor mir. Ganz kurz, aber sehr intensiv. Kurze Atemlosigkeit macht sich breit und ich fühle mich plötzlich völlig machtlos. Ich sehne den Morgen-Spaziergang direkt herbei und kann kaum erwarten an die frische Luft zu kommen. Es schneit seit gestern Nacht und ist dadurch noch stiller als zuvor. Wir machen einen Waldspaziergang während dicke, weiche Watte-Schneeflocken vor uns her tanzen. Die Welt scheint in Ordnung - auch ohne feste Nahrung.